Das W-A-T-Y-Projekt

(We Are Tomorrow’s Yesterday)

Viele Menschen machen sich heute und auch zu früheren Zeiten Gedanken darüber, daß die Welt zu schnell und zu komplex geworden ist. Somit gibt es bereits seit den 30ziger Jahren eine Bewegung, die sich die Vereinfachung des Lebens zum Ziel gesetzt hat. Marketingexperten haben in unseren Tagen für Menschen dieser Bewegung den Begriff „LOVOS“ geprägt. LOVOS bedeutet Lifestyles of voluntary simplicity, also Lebensstile des freiwilligen Einfachheit.

Es sind 3 Dinge, die mich dazu bewogen haben, auch auf diesen Weg zu gehen. Wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt, die ganze Produktionskette von fast jedem beliebigen Produkt zu verfolgen, wird man feststellen, daß mit unseren Lifestyle-Produkte , auf die wir so stolz sind, sehr viel Leid in anderen Weltregionen produziert wird. Man kann versuchen, sich sein Gewissen mit Fair-Trade-Produkten zu beruhigen, aber die gibt es nicht allen Bereichen. Ich habe für mich daher beschlossen, überhaupt weniger zu konsumieren.

Eine Geisel speziell unserer Zeit ist, daß alles immer und überall verfügbar ist. Alles, was man sich nur denken kann, ist nur einen Mausklick entfernt. Wir verlieren mit dem Internet das wunderbare Gefühl der Vorfreude. Überhaupt verlieren alle Dinge ihren auch immateriellen Wert, wenn man nicht dafür sparen oder auf sie warten muß. So guter Letzt neige ich auch dazu, Dinge zu kaufen, die ich eigentlich nicht wirklich brauche – weil es eben so schön einfach ist. Ich bin der Auffassung, daß Besitz belastet. Egal was man besitzt, man muß es pflegen und sich darum kümmern. Oder wie jemand mal gesagt hat : „ Computer sind dazu da, Probleme zu lösen, die man ohne sie nicht hätte.“

Aus der Beschäftigung mit dem Buddhismus habe ich die Erkenntnis gezogen, daß Glück und Zufriedenheit niemals vom Konsum her kommen kann. Das einzige wirkliche Glück ist nämlich die Freude des offenen Herzens darüber, dass andere Menschen glücklich sind. Diese Offenheit des Herzens führt auch dazu, daß wir dem natürlichen Impuls in uns, wenn ein anderer leidet, ihm zu helfen zu wollen, einfach nachgehen – und sei es nur, indem wir Mitgefühl zeigen. Wenn Sie sich trauen, ihr Herz offen zu halten, wird sich ihre Welt ändern – und die aller anderen Menschen mit ihr.

Das W-A-T-Y-Projekt möchte Sie ermuntern, mit diesem offenen Herzen zu leben. Wenn Sie das einmal tun, ist es überhaupt keine Frage mehr, ob sie sich die nächste I-Phone-Generation kaufen, oder lieber ein Hilfsprojekt für notleidende Kinder unterstützen. Der Verstand ist sehr mächtig mit Geschichten, die dazu führen, das Herz immer wieder zu verschließen.

„ Ich kann nicht die ganze Welt retten !“ – „ Im Islam heißt es : Rettest du einen Menschen, rettest du die ganze Welt! Also können sie es doch, wenn ein Kind in Afrika mit 2€ durch die nächste Woche kommt, ohne zu verhungern!“

Jetzt warten Sie bestimmt auf den Teil, wo ich Ihnen meine Bankdaten angebe und um Spenden für mein Projekt bitte. Sie werden vergeblich darauf warten, denn darum geht es überhaupt nicht. Ich möchte für mich ausprobieren, was mit einem geschieht, wenn man aus eigener Überzeugung heraus, statt in Konsum in Hilfe für andere investiert. Es ist eine Investition in mehr Glück und Zufriedenheit. Ich stelle hier in unregelmäßigen Abständen Projekte vor, die von meiner Idee finanziell profitiert haben. Es geht nicht darum, wie ein Bettelmönch mit Armutsgelübde zu leben, aber man kann sich trotzdem fragen, ob es wirklich der Ultra 4K HD Fernseher sein muß, wenn der letzte Fernseher eigentlich noch funktioniert.

Und natürlich hab ich nichts dagegen, daß Sie sich selbst diese Idee zu Eigen machen. Was auch immer Sie gerne unterstützen möchten , wem auch immer Sie helfen möchten, lassen Sie sich nicht durch die Geschichten ihres Verstandes verwirren und helfen Sie einfach. Hilfe braucht keine Begründung – sie ist die natürlichste Verhaltensform überhaupt !

Martin Luther King hat einmal von einem Traum gesprochen, den er hatte und er hat damit eine Menge bewegt. Ich habe auch einen. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Fernsehwerbung von der Sparkasse, wo sich 2 alte Schulfreunde wiedertreffen. Um zu zeigen, was Sie inzwischen erreicht haben , nehmen Sie einem Kartenspiel und legen Karten auf den Tisch: „ Mein Auto, mein Haus und mein Pferd.“ Ich träume davon, daß diese beiden Männer sich 10 Jahre später noch mal treffen und verstanden haben und zueinander sagen :“ Meine Spende für Unicef, meine Hilfe für Obdachlose, meine Hilfe für ….“ und versuchen sich gegenseitig mit den Summen zu übertrumpfen.

 

Mein bisheriger Weg :

Ich lebe bereits seit 5 Jahren ohne Alkohol. Es war keine Entscheidung aufgrund von Sucht oder anderer gesundheitlichen Einschränkungen, sondern einfach die Einsicht, daß ich versuchen möchte, dem edlen 8-fachen Pfad so gut wie möglich zu folgen. Leider rauche ich aber nach wie vor.

Ich lebe bereits seit 3 Jahren ohne Fernseher. Auch eine Entscheidung, die weder schwer fiel noch jemals bereut wurde. Wenn ich unbedingt etwas sehen will, kann ich das über das Internet tun. Ich versuche einmal am Tag Nachrichten zu sehen, aber Unterhaltung via Fernsehen ist sehr selten geworden.

Ich fahre aus Überzeugung einen Dacia, mit dem ich sehr zufrieden bin.

Ich habe die Fernreisen aufgegeben und wandere stattdessen.

Seit 2004 bin ich Förderungsmitglied bei Unicef und seit 2009 habe ich eine Patenschaft für einen Jungen aus Nigeria bei SOS-Kinderdörfer.

 

Die ersten WATY-Projekte :

„ Tue jeden Tag eine gute Tat !“

Eine relativ einfache Form, diesen alten Pfadfinderspruch umzusetzen, ist jeden Tag etwas für eine gute Sache zu spenden. Im Netz hab ich für dieses Vorhaben die ideale Plattform gefunden. (betterplace.org). Ich habe mir als Fokus Hilfsprojekte für Kinder gewählt. Nun gebe ich jeden Tag 5€ an ein Projekt und das seit dem 27.02.15 Das Ziel ist, ein komplettes Jahr so durchzuhalten.

geschafft

„ Mein Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anders !“

Eine weitere wichtige Seite im Netz in Kiva.org. Dort geht darum, daß man Mikrokredite an Menschen in Entwicklungsländern geben kann, damit diese sich ein Business aufbauen können. Für diese Menschen ist es schwierig bis unmöglich, sich bei normalen Banken Geld zu leihen. Es gibt zwar ein gewisses Ausfallrisiko, aber das ist nach meiner Erfahrung eher gering. Der Mindesteinsatz für die Unterstützung sind 25$. Das Geld ist aber eben nicht wie einer Spende weg, sondern es ist einem Kreislauf. Das Ziel ist, in jedem Land, in dem Kiva Projekte anbietet, vertreten zu sein.

geschafft

&xnbsp;&xnbsp;&xnbsp;

 

Zurück zur Startseite